Team Matching

Als Projektleiter das perfekte Projektteam zusammenstellen

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Projektteam zusammenstellen: Von Plänen und Kämpfen

Die Arbeitspakete stehen, Voruntersuchungen sind abgeschlossen, Prozesse und Ressourcenanforderungen definiert und kalkuliert. Auch das Projekt ist realistisch geplant. Dann ist jetzt Zeit, das Team zusammenzustellen. Erfahren Sie hier, wie Sie für Ihr Projekt das perfekte Projektteam zusammenstellen.

Gehen wir für den Start davon aus: Sie sind auf dem Papier perfekt vorbereitet. Nun gilt es, das Projekt-Konstrukt mit Leben zu füllen – mit Menschen. Für bald startende Projekte haben Sie verschiedenste Mitarbeiter zur Auswahl. Denn oft können Sie wählen aus

      • Mitarbeitern der Linie,
      • bald freiwerdenden Experten anderer Projekte und
      • externen Kräften.

Doch hier ist der erste Haken. Dieses „Auswählen“ ist in der Praxis oft komplexer als auf dem Papier. Denn ein Projektteam setzt sich nicht wie ein Puzzle aus unterschiedlichen Fachexpertisen-Teilchen zusammen, das am Ende ein passendes Bild ergibt.

Projektteam zusammenstellen – Skills, Rollen und der Kampf um High Performer

Welche Mitarbeiter Sie brauchen ist durch das Ziel des Projektes definiert. Doch wie bereits erwähnt, ist es kein „Fachexpertisen-Puzzle“. Sie brauchen Mitarbeiter, die bestimmte Rollen besetzen und die dafür passende fachliche Kompetenz aber auch Soft-Skills aufweisen. Für ein wie geölt laufendes Projekt sollten Sie Teammitglieder einsetzen, welche für die Rolle und auch ins Team-Gefüge passen.

Das ist ein wichtiger Punkt. Denn viele Projektleiter wählen ihre Teammitglieder primär nach deren Fachexpertise aus. Die Soft Skills des potenziellen Team-Mitglieds werden oft gar nicht berücksichtigt.

Wenn Sie von Anfang an genau wissen, welche Rolle und Expertise Sie benötigen und Sie die bestmögliche Besetzung bereits gefunden haben: Dann greifen Sie zu und entwickeln Ihr restliches Team drumherum.

Projektteam zusammensetzen – die Sympathie als Falle

Doch welche Puzzleteile also Team-Mitglieder passen zusammen? Wer bekommt welche Rolle? Hier ist oft der nächste Fehler den Projektleiter in der Zusammensetzung des Teams begehen. Sie landen in der Sympathiefalle und wählen Teammitglieder nach persönlichen Präferenzen oder emotionalen Einschätzungen aus.

Das heißt, im Team sind dann entweder immer die gleichen Mitarbeiter – man kennt sich – oder sich sehr ähnliche Menschen. Allerdings ist eine homogene Gruppe mit ähnlichen Interessen und Charakteren bei fordernden Projekten kein Erfolgsgarant. Oft geht es um Vielfalt an Erfahrung und bestimmte Persönlichkeiten an der richtigen Stelle. Diese Persönlichkeiten müssen nicht zu Ihnen als Projektleiter als Person, sondern zum Projekt und der jeweiligen Rolle passen.

Diversität ist also wichtig, auch wenn es zu mehr Konflikten führen kann und das Team schwieriger zu führen ist. Sie haben sozusagen die Wahl zwischen

      • Wohlfühl-Teams mit niedriger Performance und
      • High Performance Teams mit Wachmacher-Momenten.

Heterogene Teams bringen neue Ideen, frischen Wind und viel Power mit.

Projektteam-Puzzle: Wie passt alles zusammen?

Wenn Sie am Reißbrett ihr Dream-Team entwerfen, ist auf den ersten Blick vielleicht jeder kommunikativ, Teamplayer und super zielorientiert. Doch das ist meist nicht möglich, aber eben auch nicht nötig.

Fachexperten und Tüftler-Typen dürfen auch introvertierte Persönlichkeiten sein, wenn Sie eine kommunikative Schnittstelle richtig besetzen. Hier ist es zum Beispiel wichtig, keine Kommunikation zu erzwingen, die nicht zur Persönlichkeit passt. Denn das senkt die Leistung und steigert das Konfliktpotential.

Tipp: Unterschiedliche Kommunikationspräferenzen lassen sich räumlich beeinflussen, wenn Sie hierfür Budget und Auswahlmöglichkeiten haben. Einem introvertierten Programmierer können Sie eine ruhige Ecke, ein Einzelbüro oder das Homeoffice ermöglichen. Ein Kreativteam, auf der Suche nach Lösungen, ist besser in einem Gemeinschaftsraum mit Kaffeemaschine und Obstschale aufgehoben. Gestalten Sie die Arbeitsumgebung den Aufgaben, Rollen und Charakterzügen entsprechend.

Das mag auf den ersten Blick nicht mehr wie ein „Dream-Team“ erscheinen, doch heißt das in Wahrheit: Selbst, wenn Sie nicht nur Bilderbuch-Teammitglieder zur Verfügung haben, können diese doch perfekt in Ihr Team passen. Denn mit den richtigen Personen an der richtigen Stelle lässt sich das perfekte Projektteam zusammenstellen.

Hard- und Soft-Skills richtig verteilen

Wer braucht welche Hard-Skills und wo sollten welche Soft-Skills vorhanden sein? Wenn wir nochmal auf das Bild des Puzzles kommen: Je nachdem wie das Gesamtbild aussehen soll, setzen Sie die Puzzleteile, die sowohl Hard- wie auch Soft Skills haben zusammen, bis das bestmögliche Team entsteht, das sich sinnvoll ergänzt. Das kann manchmal schwierig erscheinen oder auch sein, aber das Ergebnis, das ein funktionierendes High Performance-Team realisieren kann, wird Sie für diese Mühe belohnen.

PS: Wie Sie eine solche Übersicht am besten erstellen, Hard- und Soft-Skills definieren und sozusagen das perfekte Team-Puzzle ganz praktisch entwerfen, kommt in einem der nächsten Beiträge.

Wir verlinken dann an dieser Stelle darauf oder Sie abonnieren am besten ganz einfach unseren Newsletter und sind immer auf dem neuesten Stand.

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